Nenndorfer Erklärung will länderübergreifende Korridorgemeinschaft bilden
20.02.2026
Die Mitglieder der sogenannten Nenndorfer Erklärung haben sich bei ihrem Treffen in Bückeburg am 19. Februar 2026 dafür ausgesprochen, ihre Zusammenarbeit auszuweiten. „Nach Möglichkeit sollen künftig alle von der geplanten Aus- und Neubaustrecke Hannover – Bielefeld betroffenen Kommunen eine neue Gemeinschaft bilden und die bisherigen Erklärungen zur ICE-Trasse länderübergreifend in einer „Korridorerklärung“ zusammenfassen“, schlägt Bürgermeister Axel Wohlgemuth aus Bückeburg vor. Aufgrund ihrer zentralen Lage zwischen den Ballungsräumen Hannover und Bielefeld im Korridor sowie ihrer erheblichen Betroffenheit bietet sie sich als geeigneter Ansprechpartner und organisatorischer Mittelpunkt für das weitere Vorgehen an. Dem stimmte auch Bürgermeisterin Anke Grotjohann aus Porta-Westfalica zu, die dafür werben wird, alle in Nordrhein-Westfalen betroffenen Kommunen mit ins Boot zu holen. Unterstützung findet das Vorhaben auch von den hiesigen Bundestagsabgeordneten Marja Liisa Völlers (SPD) aus Schaumburg und Dr. Oliver Vogt (CDU) aus Minden, für die es ebenfalls besser ist, mit einem breiteren Rückhalt die Interessen der Region in Berlin zu vertreten.
Hintergrund sind die Planungen der Deutschen Bahn aufgrund des Planungsauftrages des Bundes und der formulierten Fahrtzeit von 31 Minuten zwischen Hannover und Bielefeld. Die aktuellen Planungen führen nach Auffassung der Beteiligten zu massiven Eingriffen in Natur, Landschaft und gewachsene Siedlungsstrukturen. Der ländliche Raum trage die Hauptlast der Auswirkungen.
Die Gemeinschaft bekennt sich zu einer leistungsfähigen Schieneninfrastruktur, lehnt jedoch eine Lösung ab, die zu irreversiblen Schäden an Natur- und Kulturwerten führt. Bund und Land werden aufgefordert, den Planungsauftrag zu überprüfen und vom starren 31-Minuten-Ziel abzurücken.
Mit der geplanten Korridorgemeinschaft wollen die Kommunen ihre Interessen künftig weiter in einem größeren Rahmen vertreten.




